Als ich in den 90er Jahren beim Quelle Kundendienst mit 28 Jahren als Sachbearbeiter Kälte-Klimageräte angestellt wurde, war mir klar, dass ich jetzt wohl den goldenen Löffel klauen muss um entlassen zu werden. Ich und meinen jungen Kollegen wussten, in diesem Unternehmen gehen wir in Rente. Einige meiner Kollegen verschuldeten sich auf die nächsten Jahrzehnte mit einem Hauskauf. Als dann die Quelle im Juni 2009 in die Insolvenz ging, waren wir alle wie schockiert und wollten es erst gar nicht glauben. Der Kundendienst wurde schon ein paar Jahre früher zu einer 100% Tochter ausgegliedert und konnte sich somit noch Jahre am Markt halten. Mit dem plötzlichen Fall so eines riesigen Konzerns wurde mir bewusst, dass sich die Zeiten ändern. Früher wurden Bewerber mit 3 Stellenwechsel im Lebenslauf als Wandervogel bezeichnet, heute ist es völlig normal, sich mindestens alle 10 Jahre auf eine neue Stelle zu bewerben. Ja diese Bewerber gelten sogar als agil und sehr anpassungsfähig. Dieser Wandel macht aber nun nicht halt vor dem Alter der Mitarbeiter. Für uns Best Ager ist das eine besondere Herausforderung, zum einen traut es uns ein zukünftiger Arbeitgeber nicht zu, so agil zu sein wie jüngere Bewerber, zum anderen dürfen wir selbst aus unserer Komfortzone, um die Herausforderung zu meistern. Das heißt nichts anderes als das es negative Voranahmen seitens Arbeitgeber und auch in uns gibt. Hierzu werde ich in diesen Blog noch sehr viel schreiben. Wir haben also in Zukunft noch sehr viele Herausforderungen vor uns. Apropos Herausforderung, seit einigen Jahren wird das Wort „Herausforderung“ durch das Wort „Problem“ ersetzt. Das finde ich persönlich sehr gut.

Im Wörterbuch wird das Wort Herausforderung mit „Aufforderung zum Kampf“ definiert. Ich sehe es anders. Wenn ich mir das Wort Herausforderung genau ansehe, befinden sich die Worte Heraus und Forderung darin. Für mich ist es eine Forderung, um heraus aus der Komfortzone zu kommen.

Vor allem solltest du eine wichtige Regel beachten.

Wenn es darum geht deine beruflichen Ziele zu erreichen, gibt es zwei Ausrichtungen. Grundsätzlich geht es darum sich zu fragen: „Was hält mich und was zieht mich.“

Wenn du gegen einen Widerstand viel Energie aufwenden musst, um an dein neues berufliches Ziel zu erreichen, solltest du es nochmals neu überdenken. Zieht dich dein Ziel magnetisch an und du kannst es kaum erwarten es zu erreichen, bist du auf dem richtigen Weg. Indirekt ist das auch ein Hinweis auf deine Stärken. Auf meiner Website kannst du eine Stärken-Analyse durchführen und dir über die Richtung deines Ziels klar werden.

Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Beweggründe für eine beruflichen Neuorientierung.

Interne Beweggründe:

Die Arbeit macht dir schon lange keinen Spaß mehr

Du findest keinen Sinn mehr in dem was du auf Arbeit tust

Es herrscht eine deutliche Über- und Unterforderung

Die Balance zwischen Beruf und Privat ist gestört

Deine Gesundheit lässt eine weitere Beschäftigung in diesem Bereich nicht mehr zu

Du fühlst dich seit langem unterbezahlt

Es bieten sich für dich keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr

 

Externe Beweggründe:

Dem Unternehmen bzw. der Branche geht es seit langem schlecht

Durch einen Stellenabbau droht dir nun die Kündigung

 

Das Gute an dieser Aufstellung ist, dass die internen Gründe überwiegen. So kannst du an dir arbeiten und ganz allein für dich entscheiden, wie du damit umgehen möchtest.

Ich unterstütze dich dabei, wenn du möchtest.

Nico Pirner ist NLP Lehrtrainer und systemischer Coach  in Nürnberg. Neben den Coachings, die online und auch vor Ort stattfinden, bildet er in Nürnberg NLP Basic und Practitioner aus. Er ist Fachbuchautor und hält leidenschaftlich gerne Onlinepräsentationen zu neuen spannenden Themen, rund um das Coaching.
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